(Nachtrag.) Die erste Hälfte des heutigen Tages war doch eher unspannend. Wie gestern um 10 da gewesen, diesmal allerdings (wie befürchtet) kein Chef in Sicht, um mich mit Drecksarbeit zu versorgen. Auf die Frage hin, wo er denn steckt, sagten die mir dass er wohl irgendwo filmt.

Hatte zum Glück noch was richtig schäbiges zu tun, das er mir schon gestern als “Hausaufgabe” aufgegeben hatte: Ein beliebiges Produkt oder eine Dienstleistung ausdenken, einen Namen verpassen und eine hypercoole Marketingkampagne dazu ausdenken (alles in Anlehnung an dieses Buch). Unfassbar, aber ich habs wirklich geschafft mich damit zu beschäftigen und Spaß zu haben. Vorläufiges Ergebnis: Essen auf Rädern für Rentner. Der Name ist noch etwas ungewiss, aber das Logo ist schon jetzt saugeil (denkt euch eine Mischung zwischen einem elektrischen Rollstuhl und einem Hotrod)!

Inmitten eines Illustrator-Ergusses dann der Schock, der mich auf den Boden der Tatsachen zurückholen sollte: Dinge kopieren. Irgendjemand drückte mir drei Ordner in die Hand und klatschte einen Zettel mit Seitenzahlen drauf. “Davon brauch ich Kopien, dankeee~”. ACHFICKDICHDOCHEY. Erstmal eine gute halbe Stunde gebraucht um den bekackten Toner zu wechseln, dann nochmal eine Stunde für die eigentliche Kopiererei.

Später konnte ich dann aber jeden Hass gegen wenauchimmer vergessen. Durchsage: “Kommt aufs Dach. Sofort. Fleisch!”
Zur Begrüßung gabs in der Küche ein Glas Champagner (voriges Wochenende hatten drei oder vier Angestellte Geburtstag), danach wurden Burger gegrillt und Biere gekillt. Good Times.

Achja: Abends noch bei einem Kumpel gewesen und den Kopf an einem Türrahmen aufgeschlagen.

Dom der Praktikant: Tag 2/13

omnomnom
Heute in Augsburg entdeckt. Sehr geil ^_^

OM NOM NOM NOM

iphone

Samstag besuchte ich den Apple Store in München, eigentlich wollte ich mir den Laden nur mal ansehen, allerdings hatte ich auf meinem iPhone Display seit einigen Wochen seltsame Schattenpunkte (?) u_u. Mit diesem Problem wandte ich mich an eine Freundliche Dame in orangenem Shirt, selbige gab mir dann mithilfe ihrer eigens für den Apple Store entwickelten iPod-Touch App einen Termin bei der Genius Bar. (Termine zu geben ist btw total überzogen, ich war sowieso nach 5 Minuten dran, und das am Samstag Nachmittag)

Der Techniker meinte dann dass ich mein iPhone doch mal für ein paar Stunden dort lassen soll, damit das Display ausgetauscht werden kann, was nach zwei Stunden dann auch geschehen war. Netterweise haben die auch die Scheibe ausgetauscht (vielleicht hängt die auch am Display mit dran und es geht gar nicht anders) und nun habe ich ein unzerkratztes unzerkratzbares iPhonedisplay. Damit das unzerkratzbare Material nicht wieder zerkratzt kaufte ich heute eine Schutzfolie.

Apple Mitarbeiter werden übrigens alle einer Gehirnwäsche unterzogen. Während meines Aufenthaltes hörte ich drei mal den Satz “Gib mir eine Sekunde, [...]“

Apple wäscht Gehirne
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猫がニャ~て、犬がワンッ

Könnte man hier ja auch irgendwie verwerten, wieso denn auch nicht: Ab heute bin ich Praktikant in der Grafikabteilung einer Agentur für Kommunikationsdesign. Gleich neben dem Kölner Dom. Haha, Dom am Dom. u_u

Heute morgen um halb 10 (nach einer zweistündigen Zugfahrt, die mich 6,50€ gekostet hat) in Köln angekommen, hatte folglich noch eine halbe Stunde Zeit bis es losging. Ab zu Burger King, denn Burger sind der Grundstein eines jeden nahrhaften Frühstücks!
Nach dem zweiten Chicken Nugget Burger war mir dann kotzübel und ich setzte mich auf eine Parkbank am Ebertplatz um zu sterben.

Irgendwann rief mich trotzdem die Pflicht ins Gebäude. Die nette Dame vom Empfang zeigte mir die netten Büros, wies mich darauf hin dass mein Chef noch nicht da sei und ich wartete. 45 Minuten. n_n

Nach einem kurzen Gespräch über Banksy und Comic-Fonts war es meine erste Aufgabe, mich so weit wie möglich durch “Kribbeln im Kopf” zu arbeiten. Sehr sehr nettes Buch, ich glaube ich weiß jetzt so langsam wie ein menschliches Gehirn funktioniert. Statt es mir (wie empfohlen) für tausendmijontausendmijon Euro zuzulegen werd ichs dann wohl irgendwann versehentlich ausleihen.

Gegen Mittag stellte sich (für mich völlig überraschend) heraus, dass die Agentur heute 19 Jahre alt geworden ist. Das hieß im Klartext: Erdbeer- und Schokotorte während des ersten Meetings! Rocknroll! Mit vollgeschlagenem Bauch gings dann für etwa eine Stunde zurück ans Lesen, bis ich für einen äußerst spannenden Job hergepfiffen wurde: Poster einrahmen und im Flur aufhängen. JAWOLL!

Gefühlte hunderttausend Jahre später durfte ich dann doch noch was halbwegs produktives (und gar nicht mal so erniedrigendes) machen: Für eine Tutorial-DVD (für irgendwelche Handwerker die irgendwelche Automaten bedienen um irgendwelche Chemikalien in irgendwelche Mineralwasserflaschen abzufüllen) Texte einsprechen. Wird natürlich nochmal professionell übersprochen, die wollten nur Timecodes. Meh.

Mein Chef wird morgen übrigens nicht da sein, abends wird auf der agentureigenen Dachterrasse (mit Blick auf den Rhein, Fuckers!) gegrillt. Ich mag das.

Dom der Praktikant: Tag 1/13
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