

Fotos folgen.


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Leute, dasgibtsjanich. Erst den bekackten Bus verpasst, als Folge daraus auch die bekackte Regio, als Folge daraus auch den bekackten U-Bahn-Anschluss. Panik!
Statt 10 letztendlich um etwa 20 vor 11 in der Agentur gewesen. Völlig gestresst, fertig mit den Nerven und der Welt und überhaupt. “Aaaah sorry!” beim Reinkommen gerufen. Antwort meiner Mitpraktikantin: “Macht nix, Chef ist eh nicht da. Hat keiner gesehen.” GRWOAARR! u_u
Mal wieder nichts zu tun gehabt. Ungefähr eine Stunde lang mit meiner Sowi-Klausur beschäftigt, die ich letztens irgendwann in der Schule abgeholt hatte und die zufällig im Rucksack lag. Danach mit Batman beschäftigt. Habs mittlerweile auch zum zweiten Mal durch, könnt ihr locker blind kaufen.
Irgendwann kam einer der Texter rein und fragte ob mir nicht furchtbar langweilig wäre. “JAMAN!” Der Chef hätte ihm gesagt dass er nicht kommen würde, er hatte nun eine Aufgabe für mich: Den Copytest einer Düsseldorfer Werbeagentur. Ich zitiere mal den Aufgabenkatalog:
1. Entwickle einen TV-Spot für die erste Original Düsseldorfer BUTTER der Welt. / 2. Suche bitte drei Anzeigen aus dem aktuellen Stern heraus, die dir gefallen – und drei, die dir nicht gefallen. Bitte zu jeder Anzeige eine kurze Begründung formulieren! / 3. Die Berliner Bäckerei BUTTERSTULLE kommt auf die Idee, Berliner Ballen mit Butter- statt Marmeladenfüllung herzustellen. Welche Briefsendung schafft es, die Nachbarschaft vom neuen Produkt zu überzeugen? / 4. Der DEUTSCHE TIERSCHUTZBUND e.V. möchte eine Aktion machen, die Tierliebhaber zu einer Spende motiviert. Welche Idee bewegt bis zu einer Überweisung? / 5. Die nächste Bundestagswahl kommt bestimmt, warum sollten Bürger ihr Kreuz bei der LBP (LECKERE BUTTER.PARTEI) machen? Lass uns aus drei Claims auswählen! / 6. Funkspots sollen in erster Linie verkaufen: Mache aus DEINEM Lebenslauf ein 30sekündiges Verkaufsargument für DICH!
Ich hatte ja so Spaß. Vor allem bei Claims für diese durchgeknallte Partei. n_n
Ein paar meiner Einfälle:
Schluss mit Elend und Not – Die LBP packt Ihnen BUTTER aufs Brot.
Deutschlands Zukunft ist goldgelb. Mit BUTTER aus der Finanzkrise gleiten.
Hunderttausende Bäcker können nicht irren: Wählen auch Sie BUTTER!
Hören Sie auf Ihren Geschmack: LBP. Lecker UND kompetent.
Hochkonjunktur für Feinschmecker.
BUTTER bei die Fische. Wir angeln Deutschland aus der Misere.
Streichzart aber fair. (Hart aber fair.)
Unser Fett steht Deutschland am besten.
Unser Fett hat den glanzvollsten Auftritt. (+ Vergleich: Unvorteilhafte Fotos von dicken Politikern vs. cooler LBP-Typ mit Päckchen Butter)
Die besten beim Backen und B(e)raten.
Mit uns läufts wie geschmiert.
Streichen Sie den Rest.
Und falls ich euch was mit auf den Weg geben darf: Beschäftigt euch nicht zu lange gedanklich mit Essen, wenn selbiges nicht im entsprechenden Umfang zur Verfügung steht. Das Hungertuch ist allmählich durchgenagt.
Hey, scheint so als würde mein Arbeitstag in Richtung Ende der Woche immer langweiliger. Habe in 6 Stunden folgende Glanzleistungen vollbracht: Wikipedia gelesen, Batman gelesen, vier Chili Cheeseburger gegessen und einen DHL-Flyer gebastelt. (Das schwierigste war, das passende Stock Photo zu suchen.)
Es ging übrigens um ein Angebot für Studenten, mit dem man Übergewicht-Gepäck von DHL ins Ausland schicken lassen kann, statt am Flughafen draufzuzahlen.
Habe mich also den ganzen Tag mehr oder weniger mit nichtstun beschäftigt (was ganz schön anstrengend sein kann), ergo: Atmen und im Internet surfen.
Highlight des Tages war der Bushido-Klon, neben dem ich in der Bahn gesessen habe. Sah bis auf die Augen (die er zuvor unter seiner Sonnenbrille versteckt hatte) EXAKT so aus. Ich war sogar so fasziniert, dass ich eine Station zu spät ausgestiegen bin. u_u
(Nachtrag.) Die erste Hälfte des heutigen Tages war doch eher unspannend. Wie gestern um 10 da gewesen, diesmal allerdings (wie befürchtet) kein Chef in Sicht, um mich mit Drecksarbeit zu versorgen. Auf die Frage hin, wo er denn steckt, sagten die mir dass er wohl irgendwo filmt.
Hatte zum Glück noch was richtig schäbiges zu tun, das er mir schon gestern als “Hausaufgabe” aufgegeben hatte: Ein beliebiges Produkt oder eine Dienstleistung ausdenken, einen Namen verpassen und eine hypercoole Marketingkampagne dazu ausdenken (alles in Anlehnung an dieses Buch). Unfassbar, aber ich habs wirklich geschafft mich damit zu beschäftigen und Spaß zu haben. Vorläufiges Ergebnis: Essen auf Rädern für Rentner. Der Name ist noch etwas ungewiss, aber das Logo ist schon jetzt saugeil (denkt euch eine Mischung zwischen einem elektrischen Rollstuhl und einem Hotrod)!
Inmitten eines Illustrator-Ergusses dann der Schock, der mich auf den Boden der Tatsachen zurückholen sollte: Dinge kopieren. Irgendjemand drückte mir drei Ordner in die Hand und klatschte einen Zettel mit Seitenzahlen drauf. “Davon brauch ich Kopien, dankeee~”. ACHFICKDICHDOCHEY. Erstmal eine gute halbe Stunde gebraucht um den bekackten Toner zu wechseln, dann nochmal eine Stunde für die eigentliche Kopiererei.
Später konnte ich dann aber jeden Hass gegen wenauchimmer vergessen. Durchsage: “Kommt aufs Dach. Sofort. Fleisch!”
Zur Begrüßung gabs in der Küche ein Glas Champagner (voriges Wochenende hatten drei oder vier Angestellte Geburtstag), danach wurden Burger gegrillt und Biere gekillt. Good Times.
Achja: Abends noch bei einem Kumpel gewesen und den Kopf an einem Türrahmen aufgeschlagen.
Könnte man hier ja auch irgendwie verwerten, wieso denn auch nicht: Ab heute bin ich Praktikant in der Grafikabteilung einer Agentur für Kommunikationsdesign. Gleich neben dem Kölner Dom. Haha, Dom am Dom. u_u
Heute morgen um halb 10 (nach einer zweistündigen Zugfahrt, die mich 6,50€ gekostet hat) in Köln angekommen, hatte folglich noch eine halbe Stunde Zeit bis es losging. Ab zu Burger King, denn Burger sind der Grundstein eines jeden nahrhaften Frühstücks!
Nach dem zweiten Chicken Nugget Burger war mir dann kotzübel und ich setzte mich auf eine Parkbank am Ebertplatz um zu sterben.
Irgendwann rief mich trotzdem die Pflicht ins Gebäude. Die nette Dame vom Empfang zeigte mir die netten Büros, wies mich darauf hin dass mein Chef noch nicht da sei und ich wartete. 45 Minuten. n_n
Nach einem kurzen Gespräch über Banksy und Comic-Fonts war es meine erste Aufgabe, mich so weit wie möglich durch “Kribbeln im Kopf” zu arbeiten. Sehr sehr nettes Buch, ich glaube ich weiß jetzt so langsam wie ein menschliches Gehirn funktioniert. Statt es mir (wie empfohlen) für tausendmijontausendmijon Euro zuzulegen werd ichs dann wohl irgendwann versehentlich ausleihen.
Gegen Mittag stellte sich (für mich völlig überraschend) heraus, dass die Agentur heute 19 Jahre alt geworden ist. Das hieß im Klartext: Erdbeer- und Schokotorte während des ersten Meetings! Rocknroll! Mit vollgeschlagenem Bauch gings dann für etwa eine Stunde zurück ans Lesen, bis ich für einen äußerst spannenden Job hergepfiffen wurde: Poster einrahmen und im Flur aufhängen. JAWOLL!
Gefühlte hunderttausend Jahre später durfte ich dann doch noch was halbwegs produktives (und gar nicht mal so erniedrigendes) machen: Für eine Tutorial-DVD (für irgendwelche Handwerker die irgendwelche Automaten bedienen um irgendwelche Chemikalien in irgendwelche Mineralwasserflaschen abzufüllen) Texte einsprechen. Wird natürlich nochmal professionell übersprochen, die wollten nur Timecodes. Meh.
Mein Chef wird morgen übrigens nicht da sein, abends wird auf der agentureigenen Dachterrasse (mit Blick auf den Rhein, Fuckers!) gegrillt. Ich mag das.